«Tradition bedeutet, das Feuer weiterzugeben.» – Marc Hunziker blickt zurück.
Drei Krisen, keine Verlustjahre, fast dreissig Jahre an der Spitze, und nun gibt er die brennende Fackel weiter: Marc Hunziker hat die Armin Hunziker AG nicht nur geführt, sondern auch geformt.
Marc Hunziker übernahm 1998 als 34-Jähriger das Unternehmen in dritter Generation von seinem Vater Armin Hunziker. Seine Ausbildung war wie ein bunter Blumenstrauss mit verschiedenen Facetten. Nach der Mittelschule und Sprachausbildungen in Italien und England ergänzte er sein Wissen mit einzelnen Fächern an der ETH und der Universität. Auch ein Stage im Industriebereich bereicherte sein Wissen. Die Malerlehre absolvierte er bewusst auswärts, um Betriebsblindheit zu vermeiden. Die Malermeisterschule schloss er erfolgreich als eidg. Dipl. Malermeister ab. Wichtige und entscheidende Führungsqualitäten erwarb er beim Militär. Die Ausbildung bis zum Hauptmann gab ihm viel Sicherheit im Umgang mit Menschen, schwierigen Situationen und Krisen. Viele Weiterbildungen besuchte er parallel zu den laufenden Aufgaben im Betrieb. Schon bald folgte die erste grosse Herausforderung: die Immobilienkrise. Kaum hatte er das Unternehmen übernommen, brach der Markt ein. «Extrem anspruchsvolle Jahre», erinnert sich Marc.
Kein erfolgloses Jahr – in fast drei Jahrzehnten
Was Marc Hunziker in dieser Zeit geleistet hat, lässt sich in einer Zahl ausdrücken: In fast drei Jahrzehnten der Geschäftsführung hat das Unternehmen kein einziges Jahr ohne Erfolg abgeschlossen. Ob Immobilienkrise der 90er, Finanzkrise der 2000er oder Corona-Pandemie, er hat die Armin Hunziker AG durch alle Stürme geführt. Seine Haltung dabei: hinschauen, anpacken, auf Bewährtes setzen und militärische Führungsprozesse nutzen. «Wer ein oder zwei Krisen erlebt hat, den bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe», sagt er. «Man geht gelassener damit um.»
Sein Geheimnis für seinen Erfolg? Marc Hunziker hat nicht nur verwaltet, sondern geführt, und das stets mit offenem Visier. Am deutlichsten zeigt sich dies in der Hebebühnentechnik: Was mit zehn Geräten begann, baute Marc Hunziker zuerst direkt und später auf Stufe Verwaltungsrat unter dem Namen «Maltech» zu einer schweizweit tätigen Firma mit 600 Hebebühnen aus. Zu Beginn der Entwicklung war dies ein Schritt, mit dem sich das Unternehmen weg von der klassischen Malerei hin zum innovativen Problemlöser positionierte. Aber auch in der Werbetechnik gelang ihm die Transformation vom «Schriftenmaler» zur digital unterstützen «Werbetechnik». Der Trockenbau kam hinzu und wuchs als Ergänzung zu den anderen Abteilungen. Mit den fugenlosen Wand- und Bodenbelägen wurde die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Jede dieser Entwicklungen brauchte nicht nur eine Idee, sondern auch Menschen, die sie tragen. «Nur Ideen reichen nicht», sagt Marc. «Es braucht immer Manpower dahinter.»
Man muss Menschen mögen
Wenn Marc Hunziker auf seine Jahre als Geschäftsführer zurückblickt, nennt er als seine grösste Freude nicht die Zahlen, nicht die Projekte, nicht die Innovationen. Er nennt den Alltag, im Umgang mit Menschen, den gemeinsam erarbeiteten Erfolg im Team. Der Umgang mit Menschen sei sehr erfreulich, ab und zu aber auch herausfordernd. Man habe am Morgen das Gefühl, alles sei sauber geplant, und dann komme eine E-Mail oder ein Telefonat und alles sei wieder anders. «Das hat die Arbeit aber auch abwechslungsreich und spannend gemacht», so Marc. Der gute und offene Kontakt zu den Mitarbeitenden, Lieferanten, Partnern und Kunden sei essenziell, um trotz Herausforderungen zu bestehen und das Ziel trotz aller Widrigkeiten zu erreichen. Im Handwerk müsse man Menschen umgehen können, Empathie zeigen und den Austausch suchen. Wer das nicht könne, habe es eher schwer.
An Stefanie und Oliver: kein Bündel Ratschläge
Was gibt er der neuen Generation mit auf den Weg? Marc Hunziker überlegt kurz und sagt dann: «Es braucht nur die Vorlage und keine Ratschläge. Die neue Generation bringt eigene Gedanken mit, und die soll sie auch leben.» Er werde da sein, um mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, wenn er gefragt wird. Aber entscheiden, kommunizieren und vorleben müssten Stefanie und Oliver in Zukunft selbst.
Sein Wunsch ist klar: eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens auf dem Fundament, dass er für die nächste Generation gelegt hat. Neben der Entwicklung, welche die Armin Hunziker AG erleben wird, freut er sich vor allem darauf, zu beobachten, wie Stefanie und Oliver die Firma weiterführen werden.
Ein letzter Gedanke, der ihm wichtig ist: «Tradition bedeutet nicht, die Glut und die Asche zu bewahren. Tradition bedeutet, das Feuer weiterzugeben.» Unternehmertum sei Freiheit, aber auch Verantwortung sowie die Bereitschaft, mit neuen Situationen und Herausforderungen umzugehen. Ohne diese Bereitschaft, sagt er, sei Unternehmertum schwierig.
Besuchen Sie uns am 4. Juli von 12:00 bis 16:30 Uhr, um mit Marc Hunziker auf die drei Jahrzehnte seiner Geschäftsführung anzustossen!