Farbe ist nicht gleich Farbe – der Typenvergleich
Dispersions- oder Mineralfarbe: Auf den ersten Blick klingt das nach einem Detail, das nur Fachleute interessiert. Doch die Wahl des richtigen Farbtyps hat einen grossen Einfluss auf Ihr Zuhause. In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Unterschiede, zeigen, wann welche Farbe die bessere Wahl ist und helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre Wände zu treffen.
Wer kennt das nicht: Man steht im Fachhandel vor einer Auswahl an Wandfarben und fragt sich, worin der Unterschied eigentlich liegt. Dabei entscheidet die Wahl der Farbe über Haltbarkeit, Klima, Umweltverträglichkeit und letztlich auch darüber, wie lange Sie Freude an Ihrem Raum haben. Wir stellen Ihnen zwei der gängigsten Wandfarbtypen vor, erklären ihre Unterschiede und zeigen, wann welche Farbe die bessere Wahl ist.
Dispersionsfarbe: beliebte Wohnraumfarbe
Dispersionsfarbe ist gut für organische Untergründe geeignet, wie Tapeten, Gipskartonplatten, zuvor mit Dispersion gestrichene Wände oder Kunststoffabrieb. Die Dispersionsfarbe basiert auf Kunststoff, einer sogenannten Polymerisation. Sie hat eine robuste, gleichmässige Oberfläche. Der grösste Vorteil liegt in ihrer Vielseitigkeit: Variationen mit Glanzgrad und Waschbeständigkeit. Sie lässt sich einfach und sauber verarbeiten, trocknet schnell und ist in einer grossen Auswahl an Farbtönen erhältlich, da künstliche und natürliche Pigmente im Bindemittel eingemischt werden können.
Allerdings hat sie auch ihre Grenzen. Dispersionsfarbe ist weniger diffusionsoffen. Das bedeutet, dass sie Wasserdampf nicht durch die Wand entweichen lässt. In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit kann das langfristig zu Problemen führen. Die organische Oberfläche kann besonders in feuchten Räumen zum Nährboden von Schimmel werden.
Mineralfarbe: das Naturprodukt
Mineralfarbe ist das Gegenstück zur Dispersionsfarbe: natürlich, langlebig und nachhaltig. Sie basiert auf mineralischen (anorganischen) Rohstoffen wie Kalk, Silikonharz oder Silikat. Im Laufe der Zeit hat sie immer mehr Anklang bei Renovationen und Neubauten gefunden. Ihre Stärken sind beeindruckend: Sie ist hochgradig diffusionsoffen. Das schafft ein gesünderes Raumklima und beugt Schimmelbildung durch ihre offenporige Oberfläche, auf der kein Kondenswasser liegen bleibt, aktiv vor.
Ausserdem ist sie langlebig und UV-beständig. Farbtonauswahl und Waschbeständigkeit sind eingeschränkter als bei Dispersionsfarben, da die Pigmente meist natürlich sein müssen, also eher Erdtöne. Ihre Oberfläche wirkt immer matt. Sie kann im Innenbereich auf mineralische Untergründe wie Gips, Zementputz, Weissputz oder Abrieb sowie auf organische Untergründe gestrichen werden. Sie ist somit eher der Allrounder.
Was passt zu Ihnen?
Die Antwort hängt vom Raum, dem Untergrund und Ihren persönlichen Prioritäten ab. Die Beurteilung des Raumes und des Untergrundes ist unsere Aufgabe als Spezialisten.
Unsere Chefin Stefanie Hunziker beschreibt es in ihren Workshops wie folgt: «Das Wissen über die Bindemittel gehört zur absoluten Königsdisziplin in unserem Beruf. Wer die Bindemittel kennt und ihre Eigenschaften versteht, kann die Untergründe, egal ob neu oder alt, genau beurteilen. Dank dieser Fachexpertise wird das Bindemittel der Neubeschichtung bestimmt und somit das optimale Produkt für die Neubeschichtung ausgewählt.»
Wir können Ihnen genau erklären, weshalb wir welches Produkt empfehlen, mit allen zugehörigen Details. In Kombination mit Ihren Präferenzen finden wir sicherlich die geeignete Lösung für Ihre Räume. Zögern Sie nicht, uns anzurufen.
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